Noch mehr Stände als beim ersten Mal
Über 90 Anmeldungen gingen bei Initiatorin Marion Thiele für den von ihr organisierten Nachbarschaftströdel „Trödeln, Töttern, Nachbarschaft“, der Ende September bei bestem Wetter stattfand, ein. „Rekord!“, freute sich die Solingerin. Mit Tapeziertischen, Campingstühlen, Hockern und „Kind und Kegel“ waren sie dabei – die vielen Bewohner und Bewohnerinnen von der Agnesstraße, Cronenberger Straße, Dorotheenstraße, dem Estherweg, der Gertrudisstraße, Hasselstraße, dem Hugo-Schaal-Weg, der Klauberger Straße, Kurze Straße, Margaretenstraße, Potshauser Straße, dem Ritaweg, Rotdornweg, der Schillerstraße, Vereinsstraße und dem Ursulaweg.
Vor allem Kleidung, insbesondere für Kinder, stand hoch im Kurs sowohl bei den Verkäufern als auch den zahlreichen Kaufinteressierten, die durch die Straßen bummelten, teils auch mit dem Rad kamen. Und auch Spielzeug, alte und neue Bücher sowie Geschirr gingen über die improvisierten „Ladentheken“. Neu: das „Hofcafé“ in der Margaretenstraße bei Familie Fischbach, wo es Kaffee, Kuchen, Softdrinks und Grillwürstchen gab; „ein Ort zum Verweilen und zum Töttern“, so Marion Thiele. Einige Nachbarn boten auch spezielle Aktionen für Kids an, etwa Basteleien mit Glitzersteinchen. Wie schon im letzten Jahr gab es für alle, die erfolgreich an der „Stempeljagd“ teilgenommen hatten, die Chance auf einen der begehrten Gutscheine. „Durch diesen kleinen Trick konnten wir erreichen, dass möglichst viele Menschen auch zu den Ständen an der Peripherie gingen, damit auch die dortigen Verkäufer und Verkäuferinnen ordentlich zu tun hatten“, erklärt die Initiatorin.
Gemeinsam in Vielfalt
Besonders gefreut hat sie sich wieder über den Besuch von Clown Willi: „Er sorgt einfach immer für gute Laune und ist, weil es ihm so gut gefiel und die Kinder auch nicht genug von seinen Späßen bekommen konnten, sogar länger geblieben als vereinbart.“ Auch die an der Margaretenstraße gelegene Kita war mit am Start und feierte als Teil des Ganzen ein Fest zum einjährigen Bestehen. „Gemeinsam wird es vielfältiger und genau darum geht es“, sagt Marion Thiele. Sie ist sicher: „Unsere Nachbarschaft ist besonders“. Von vielen Seiten gab es viel Lob für die gelungene Organisation, berichtet Marion Thiele: „Einige Nachbarn überlegen nun, ein Glühwein-Treffen im Winter, das es früher einmal im Viertel gab, wiederzubeleben.“
Am Ende des turbulenten Tages schrieb Marion Thiele auf Instagram im Account #schillertroedel unter ein Foto, das sie und Clown Willi zeigt: „Was für ein Tag! … Es war einfach wunderbar, unsere Nachbarschaft so zu erleben“, und dankte allen, die dabei waren, unter anderem dem Team Sozial- und Quartiersmanagement unserer Genossenschaft, das bei der Vorbereitung des Events unterstützt hatte.
Auch Siedlungs-Vertreter Robert Franz war begeistert: „Einfach großartig, was unsere Nachbarin Marion wieder auf die Beine gestellt hat. Und das mit ganz viel Liebe zum Detail. Angefangen bei der Stempelaktion bis zu den geschmückten Hinweisen auf der Straße. Dass das Wetter zum Glück auch mitgespielt hat, hat den Trödel wirklich perfekt gemacht.“
Unser großer Dank geht an Marion Thiele, die mit einer Riesenportion Engagement all das auf die Beine gestellt hat, die andere mitreißt, begeistert und somit zum Gelingen dieses tollen Events maßgeblich beigetragen hat. Menschen wie sie leben Genossenschaft, überlegen, was gut „für alle“ sein könnte und machen dann einfach. Dass dabei Stunden um Stunden ihrer Freizeit draufgehen, nehmen sie in Kauf – weil ihnen das gute Zusammenleben in ihrem Quartier, in unserer Stadt am Herzen liegt! Ein ganz herzliches und großes Dankeschön!