Regenwasser aus den Tonnen
Am schönsten ist dieses Geräusch des Plätscherns, wenn sich das Wasser in die Kanne oder den Eimer ergießt … Seit November 2024 wurden und werden nach und nach Regenwassertonnen im Design der SBV eG in den Siedlungen unserer Wohnungsgenossenschaft aufgestellt, bisher unter anderem im Weegerhof, an der Erfer Straße, Messerstraße, Hermannstraße und Glockenstraße, insgesamt einhundertfünfundsiebzig Stück.
Heidemarie Beckord und Gertrud Porten gehörten mit zu den Ersten, die von der Regenwasser-Strategie der SBV eG profitieren. Sie sind von dem Nutzen absolut überzeugt. Heidemarie Beckord, die sich auch bei den „Grünlingen“ engagiert: „Ich stehe jetzt in der warmen Jahreszeit praktisch jeden Tag am Wasserhahn, zapfe Wasser für den kleinen Garten hinterm Haus ab und auch, um das Treppenhaus zu putzen. Ich finde es klasse, dass die Tonnen aufgestellt wurden und wir dadurch kein Trinkwasser etwa für die Wässerung der Blumen in unseren Grünanlagen ums Haus benötigen.“ So sieht es auch ihre Nachbarin Gertrud Porten. Sie verbraucht das Wasser unter anderem, um die Blumen auf ihrem Balkon zu gießen: „Das ist natürlich ein bisschen beschwerlicher als einfach nur den Wasserhahn aufzudrehen. Aber ich bin absolut dafür, dass wir dieses Projekt gemeinsam zu einem Erfolg bringen. Wenn viele mitmachen, können wir auf diese Art und Weise eine Menge Wasser – und auch Geld – einsparen.“
Neben den Bewohnern und Bewohnerinnen unserer Siedlungen steht das Wasser ebenso dem Team Grünpflege und dem Team Helfer zur Bewässerung von Erstbepflanzungen zur Verfügung. Angedacht ist auch, dass der Regiebetrieb der SBV eG das Regenwasser zur Reinigung der Dachrinnen und für Pflegemaßnahmen rund um die Gebäude nutzt.
Alle Bewohner wurden vor dem Aufbau der Tonnen schriftlich über die Maßnahme informiert, auch darüber, dass es wichtig ist, gemeinsam mit gutem Beispiel beim ressourcenschonenden Umgang mit Wasser voranzugehen. So hält es zum Beispiel auch Michaela Ueberschär in ihrem Garten hinterm Haus, den sie als Nutzgarten angelegt hat. Hier wachsen unter anderem ein Apfelbaum, Beerensträucher, Erdbeeren, Tomaten, Salat und einige Kräuter. Sie meint: „Was ich hier pflücke, kommt frisch auf den Tisch. Das ist gesund und umweltschonend.“
„Wir erachten den Aufbau dieser Wasserreserven als wichtigen Beitrag zur Schaffung von klimagerechten Siedlungen. So können wir durch ein dezentrales Regenwassermanagement den künftig häufiger auftretenden Trockenphasen und Starkregenereignissen entgegentreten“, erklärt Vorstandsmitglied Uwe Asbach. Den Impuls für dieses umfassende Projekt gaben unter anderen Bewohner der Siedlung Weegerhof, die sich für ein grünes, nachhaltiges und enkelgerechtes Wohnumfeld einsetzen.